Bankenkrise

Ingvar Carlsson: „Wir brauchen Zusammenarbeit über Blockgrenzen hinweg“

Der ehemalige sozialdemokratische Ministerpräsident Ingvar Carlsson hat Ministerpräsident Fredrik Reinfeldt vorgeworfen, den Ernst der Bankenkrise noch nicht voll erfasst zu haben. In einem Meinungsartikel der Tageszeitung „Dagens Nyheter“ schreibt Carlsson, es müsse eine mentale Vorbereitung für eine Zusammenarbeit über die Blockgrenzen hinweg geben. Um die Krise zu bewältigen, müsse die bürgerliche Regierung die Opposition mit ins Boot holen.

Dies begründet Carlsson damit, dass es der Regierungskoalition an Legitimität mangeln würde. Die drei Oppositionsparteien gemeinsam liegen in den Umfragen 20 Prozentpunkte vor den vier bürgerlichen Parteien.

Gegenüber der Nachrichtenagentur TT wies Reinfeldt das Gesprächsangebot erneut ab. Zuvor hatte schon die Parteichefin der Sozialdemokraten, Mona Sahlin, Reinfeldt aufgefordert, entsprechend alter Tradition das Gespräch über die Blockgrenzen hinweg zu suchen. Die Lage sei ernst und verlange vielmehr nach Führungsqualitäten als ein Verfallen in Parteitaktik, sagte Reinfeldt. Führungsfähigkeit zeige sich darin, dass die Regierung die Garantien für Spareinlagen verdoppelt habe und sich auf EU-Niveau aktiv für gemeinsame Regeln zur Bewältigung der Krise einsetze, so Reinfeldt weiter.

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