Krisenpaket

Reichsbank unterstützt isländische Bank Kaupthing

Die Reichsbank ist dem schwedischen Ableger der krisengeschüttelten isländischen Bank Kaupthing mit umgerechnet 500 Millionen Euro zur Seite gesprungen. Das berichtet der Schwedische Rundfunk.  Es sei wichtig, Kaupthing Zugang zu Liquidität zu verschaffen, erklärte der Reichsbankdirektor Stefan Yngves den Beschluss.

„Die Kaupthing-Bank untersteht als schwedische Tochtergesellschaft der schwedischen Finanzaufsicht, und als solche ist die Bank zum jetzigen Zeitpunkt solvent. Gleichzeitig wird die Bank mehr als andere durch das Geschehen auf Island in Mitleidenschaft gezogen. Daher ist es wichtig, dass wir die Probleme so lösen, dass sich die isländischen Sorgen nicht im schwedischen System breit machen.“

Sollte die Kaupthing Bank Konkurs anmelden, würde der schwedische Staat die Bank übernehmen, sagte Reichsbankchef Yngves weiter. Dieser Schritt sei jedoch noch in weiter Ferne.

Gegen Mittag wurde die Kaupthing-Aktie bis auf weiteres aus dem Handel genommen. Zu diesem Zeitpunkt lag die Aktie mit 34 Prozentpunkten im Minus.

Am Nachmittag zeichnete sich bereits ab, dass das Krisenpaket nicht den gewünschten Effekt bei den Sparern hatte. Bei der Stockholmer Filiale standen die Kunden laut Schwedischem Rundfunk Schlange, um ihr Erspartes abzuheben.

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