Volvo-Krise

Regierung stockt Arbeitsamts-Mittel um 150 Millionen auf

Um die Folgen der Kündigungswelle beim Fahrzeughersteller Volvo abzufangen, hat die Regierung umgerechnet rund 150 Millionen Euro extra für die Arbeitsämter bereitgestellt. Im Schwedischen Rundfunk machte Arbeitsmarktminister Sven Otto Littorin deutlich, dass es sich bei der derzeitigen Krise nicht um fehlende Gelder, sondern um fehlende Kunden drehe. Es sei zu erwarten, dass die Region nicht nur von den Kündigungen bei Volvo betroffen sein werde. Aller Wahrscheinlichkeit nach würden sich die Probleme vom Fahrzeugbauer bald auf Zulieferer und andere Beteiligte ausweiten.

Bei den nun veranschlagten 150 Millionen handelt es sich nicht um Sondermittel, sondern lediglich um eine Umschichtung. Littorin bestätigte noch einmal den Kurs der Regierung, wonach keine zusätzlichen Gelder in arbeitsmarktpolitische Maßnahmen investiert werden sollen. Im Schwedischen Rundfunk sagte der Arbeitsmarktminister: ”In unserem Haushalt, der zum Jahreswechsel in Kraft tritt, sind umfassende Investitionen in Forschung, Entwicklung und Infrastruktur vorgesehen, die auf lange Sicht unerhört wichtig sind, damit Schwedens Entwicklung voranschreitet.”

Gleichzeitig versuchte Littorin, den tausenden Betroffenen bei Volvo Vertrauen einzuflößen: ”In Kombination mit diesen Maßnahmen, mit Umplatzierungen, mit Hilfe der Unternehmen selbst, zusammen mit den Regionen und Kommunen sagen wir jedem von Kündigung Betroffenen: Wir tun alles, was in unserer Macht steht, damit jeder einzelne wieder in Arbeit kommt.”

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