Parteien

Rot-grüne Zusammenarbeit erntet Kritik in eigenen Reihen

Die Entscheidung von Sozialdemokraten und Grünen, nach einem möglichen Wahlsieg eine Koalitionsregierung zu bilden, ist bei den Jungsozialisten auf starke Kritik gestoßen. Das meldet die Nachrichtenagentur TT. Demnach bezeichneten es mehrere Bezirke als inakzeptabel, dass den Koalitionsplänen keine Diskussion mit der Basis vorangegangen sei.

Weiter kritisierten die Jungsozialisten, dass sich die Umweltpartei wiederholt als ideologisch unzuverlässig erwiesen habe, etwa durch ihre Zusammenarbeit mit den bürgerlichen Parteien.

”Grüne unzuverlässig beim Thema Kündigungsschutz”

Die Vorsitzende des Gewerkschaftsdachverbandes LO, Wanja Lundby-Wedin, reagierte mit zurückhaltender Unterstützung auf die rot-grünen Koalitionspläne. Hintergrund ist die Zusammenarbeit der Grünen mit dem bürgerlichen Block vor einigen Jahren. Damals stimmte auch die Umweltpartei für die Aufweichung des Kündigungsschutzes bei Kleinunternehmen. Bis heute sät diese Entscheidung Misstrauen unter Gewerkschaftsmitgliedern gegenüber den Grünen.

Im Schwedischen Rundfunk sagte Lundby-Wedin: „In Fragen des Arbeitsrechts und des Arbeitslosengeldes ist es natürlich von entscheidender Wichtigkeit, dass die Regierung eine Politik für eine gute und nachhaltige Arbeitslosenversicherung sowie ein sicheres Arbeitsrecht macht. Aber noch viel wichtiger ist, dass wieder eine sozialdemokratisch geführte Regierung an die Macht kommt, damit die Raubjagd auf die Sicherheit der Arbeitnehmer ein Ende findet.“

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