Blauzungenkrankheit

Tierärzte wollen Massenimpfung stoppen

In einem Brief an Landwirtschaftsminister Eskil Erlandsson haben Tierärzte gegen die derzeitige Massenimpfung gegen die Blauzungenkrankheit protestiert. Das berichtet die Nachrichtenagentur TT. Demnach sei eine Impfung zum jetzigen Zeitpunkt wirkungslos und unnötig.

Wie die 200 Mitglieder des Tierarztverbandes betonen, würde der Impfstoff bei den jetzt behandelten Tieren erst Ende Oktober Wirkung zeigen. Zu diesem Zeitpunkt bestünde aufgrund der Kälte jedoch ohnehin keine Ansteckungsgefahr mehr. Gleichzeitig warnen die Tiermediziner davor, dass der Impfschutz nicht bis zum kommenden Sommer anhalte, wenn die nächste Krankheitswelle zu erwarten sei.

Die Impfkampagne kostet umgerechnet rund zehn Millionen Euro Steuergelder. Den protestierenden Tierärzten zufolge handele es sich dabei um einen unverantwortlichen Umgang mit öffentlichen Mitteln.

Die Viruserkrankung wird durch Gnitzen übertragen und befällt nur Wiederkäuer. Für Menschen ist die Krankheit ungefährlich. Jüngsten Zahlen des Zentralamts für Landwirtschaft zufolge sind bisher 47 Rinder und neun Schafe mit dem Virus angesteckt worden.

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