Sorgt regelmäβig für Negativ-Schlagzeilen: Atomkraftwerk Oskarshamn (Foto: Scanpix)
ATOMKRAFT

Putzhilfen bewachten Atomkraftwerk

Nach neuerlichen Angaben über unzureichende Sicherheitsmaβnahmen im Kernkraftwerk Oskarshamn hat das Amt für Strahlungssicherheit eine gesonderte Inspektion angekündigt. Drei Experten des Amtes sollen demnach am Donnerstag und Freitag die Anlage untersuchen und Gespräche mit Mitarbeitern führen.

Zu Wochenbeginn war bekannt geworden, dass ein Teil des kameraüberwachten Zauns rund um das Atomkraftwerk anderthalb Wochen lang ungesichert gewesen war. In dieser Zeit waren Hausmeister und Putzhilfen statt ausgebildeten Sicherheitspersonals gehalten gewesen, die Anlage zu überwachen.

Nachdem das AKW in der Vergangenheit mehrfach durch eklatante Sicherheitsmängel aufgefallen war, war ein doppelter, mit Sensoren ausgestatteter und kameraüberwachter Zaun rund um die Anlage installiert worden. Die Kontrolle eines 50 Meter langen Streckenabschnitts hatte jedoch nicht funktioniert, worauf zusätzlich ein Wachtmeister eingestellt worden war. Aufgrund von Personalmangel beim Wachunternehmen Securitas wurde die Sicherheitskontrolle aber den Reinigungskräften übertragen.

Die Ergebnisse der Inspektion sollen zu Beginn kommender Woche vorgelegt werden. Danach will das Amt für Strahlungssicherheit über eventuelle Maβnahmen gegen das Atomkraftwerk entscheiden.

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