Funktioniert nicht immer bestens: schwedische Schule
BILDUNG

Schüler sollen Lehrer benoten

Inmitten der hitzigen schwedischen Diksussion um die frühere Vergabe von Zensuren hat die südschwedische Stadt Malmö ein viel beachtetes Zeichen gesetzt. Ab dem Frühjahr sollen demnach in mehreren Schulen Malmös die Schüler ihre Lehrer benoten.

Schlechte Lehrer bekämen dann gewiss schlechte Noten, sagte Bürgermeister Ilmar Reepalu. Nur wer die Schüler anrege und gute Fachkenntnisse nachweise, werde mit guten Noten rechnen können. Wenn das Projekt gut ankomme, werde die Regelung zum Herbst in allen Schulen der Stadt einfgeführt.

Die Vorsitzende des Landesverbandes der Lehrer, Metta Fjelkner, kritisierte die Pläne. Sie drückten Misstrauen gegenüber Lehrern aus, sagte Fjelkner. Mit Empörung reagierten die Statverordneten der Liberalen Volkspartei in Malmö. Sie zeigten Reepalu bei der Schulinspektion an. Die geplante Benotung ist laut den Liberalen ”undemokratisch und nahezu ungesetzlich”.

In Schweden werden Zensuren bisher erst in der achten Klasse vergeben. Mit Blick auf die stetig gesunkenen Leistungen schwedischer Schüler hat die bürgerliche Regierung jedoch Änderungen angekündigt. So werden die Schulen in Stockholm künftig die Schüler ab der vierten Klasse benoten.

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