Der Lachs
Ernährung

Mehr Fisch auf den Tisch: Widerstand gegen Fischzuchten könnte sich lockern

Fisch ist gesund - besonders für die Umwelt. Lachszucht verbraucht weniger Naturresourcen als Rinderzucht, hat eine amerikanische Studie festgestellt. Diese Erkenntnis könnte den Widerstand gegen Fischzucht in Schweden verringern.

Bei der Produktion von einem Kilogramm Rindfleisch werden doppelt so viel Wasser, 200 Mal so viel Land und 15 Mal mehr Futter verbraucht, als bei der Herstellung von einem Kilogramms Lachs. So die in der Fachzeitschrift „World Aquaculture” veröffentlichte Studie.

Hans Ackefors ist Professor Emeritus für Zoologie an der Universität Stockholm. Er sieht durch die neue Studie gerade für die bisher eher bescheidene schwedische Lachszucht eine Zukunft: „Natürlich können wir nicht ausschließlich Fisch züchten. Aber die Wissenschaftler haben die Konsequenzen der Rinderzucht untersucht und ja auch in Relation zum Bevölkerungswachstum gestellt. Demnach müsste für das Jahr 2050 ein Drittel der gesamten Landfläche zur Rinderzucht benutzt werden. Das ist natürlich unmöglich. Es steht fest, dass Rinder die Natur stark beeinflussen.”

Abneigung gegen Fischzuchten wird sich nicht halten

Fast die Hälfte aller Fische und Muscheln, die auf der Welt verzehrt werden, stammt aus der Zucht. In Schweden allerdings ist der Widerstand gegen Fischzuchten trotz bedeutender Wasserreserven groß. Die Fischfarmen verschmutzen das Wasser ihrer Umgebung stark und gelten daher als umweltschädlich. Nach Ansicht von Hans Ackefors wird sich diese Einstellung in dem Maße ändern, in dem Fisch als Nahrungsmittel bedeutender wird.

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