"Die Frauen müssen selbst mehr tun" - Marita Ulvskog, sozialdemokratische Parteisekretärin
GLEICHSTELLUNG

Polititische Ämter weiterhin Männersache

Die Gleichstellung in der schwedischen Politik lässt noch zu wünschen übrig. Wie der Schwedische Rundfunk berichtet, haben bei den zwei gröβten politischen Parteien, den Sozialdemokraten und den konservativen Moderaten, in den örtlichen Parteiorganisationen nur wenige Frauen Machtpositionen inne.

Weniger als ein Drittel der so genannten Partei-Ombudsmänner sind Frauen. „Gleichstellung kommt nicht von allein“, sagte Lenita Freidenvall, Politikwissenschaftlerin an der Universität Stockholm. „Hier geht es um Macht. Um Macht zu haben, muss man sie zunächst ergreifen, und das muss aktiv geschehen.“

Sowohl Sozialdemokraten als auch Moderate haben das erklärte Ziel, jeden zweiten Wahlauftrag mit einer Frau zu besetzen. Von den insgesamt 26 „Ersten Ombudsmännern“ der Sozialdemokraten sind aber lediglich sieben Frauen. Dies beruht nach Aussage von Parteisekretärin Maria Ulvskog zum Teil darauf, dass Frauen nicht in ausreichendem Maβe um die Posten ansuchten. Jedoch obliege es den Parteien, nach geeigneten Kandidatinnen Ausschau zu halten, sagte Lenita Freidenvall: „Sie müssen sich die Mühe machen, das Angebot zu untersuchen. Wenn sie rechtzeitig planen, dann bin ich sicher: es gibt ebenso viele kompetente und auftragswillige Frauen wie Männer“, sagte die Politikwissenschaftlerin.

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