Sprachunterricht für Einwanderer reicht oft nicht bei der Jobsuche
DISKRIMINIERUNG

Alf statt Ali: Namenswechsel lohnt sich

Um Diskriminierung vor allem auf dem Arbeitsmarkt zu entgehen, ist es unter Menschen mit ausländischen Namen populär geworden, einen schwedisch klingenden Namen anzunehmen. Das berichtet der Schwedische Rundfunk.

Laut Angaben des Patentamtes haben demnach im vergangenen Jahr 150 Personen um eine Namensänderung angesucht.

Magdalena Starschowska aus Polen , die ihren Nachnamen kürzlich in „Stagreus“ geändert hat, sagte: „Als ich nach abgeschlossene, Studium vor rund 15 Jahren auf den Arbeitsmarkt wollte und Bewerbungen losschickte, lieβ niemand der Angeschriebenen jemals von sich hören. Sobald ich dann anrief, um mich zu erkundigen, kam positives Feedback: ‚Sie sprechen ja sehr gut schwedisch’; hieβ es da. Dann bekam ich den Job.“

Forschung habe ergeben, dass Menschen nach einem Namenswechsel höhere Gehälter und bessere Arbeitsmöglichkeiten erhalten hätten. Ihr Jahreseinkommen sei um umgerechnet 1000 bis 1500 Euro gestiegen, sagte Mahmood Arai, Professor für Wirtschaft an der Universität Stockholm. “Insgesamt sagen die Leute, dass man ihnen positiver entgegenkommt, seit sie den neuen, schwedischeren Namen tragen. Häufig betonen sie, dass der neue Name als neutral aufgefasst wird, was man so deuten kann, dass es für die Umgebung schwierig ist, die Person mit dem neuen Namen einer bestimmten Region zuzuordnen“, sagte Arai.

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