Umwelt

Ostsee durch giftigen Niederschlag gefährdet

Die Belastung der Ostsee durch giftigen Niederschlag in Form von Dioxinen und anderen organischen Umweltgiften hat in den vergangenen Jahren nicht abgenommen. Das zeigt eine Untersuchung der Naturschutzbehörde in Zusammenarbeit mit den Universitäten Umeå und Stockholm.

Wie der Schwedische Rundfunk berichtet, soll diese Studie internationalen Verhandlungen zu neuen Umweltschutzkonventionen zugrunde liegen. Den jüngsten Messungen zufolge ist der giftige Niederschlag eine der Hauptquellen für die Verschmutzung des Binnenmeeres. 95 Prozent des Ausstoßes kommen demzufolge aus Deutschland, Russland und Polen, wo besonders viel Müll, Kohle, Öl und andere industrielle Stoffe verbrannt werden.

Umweltgifte werden nur langsam abgebaut

Wegen des hohen Dioxingehalts dürfen gewisse Fischsorten innerhalb der EU nicht verkauft werden. Dazu sagte Niklas Johansson, Projektleiter bei der Naturschutzbehörde, im Schwedischen Rundfunk: „Bis der Fisch wieder zum Verkauf freigegeben wird, kann es Jahrzehnte dauern - selbst wenn wir uns an die Grenz- oder zumindest Richtwerte halten würden. Aber das hängst selbstverständlich auch von der Einschätzung des Risikos ab, die sich über die Jahre ändern kann.“

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