Finanzminister Anders Borg, Wirtschaftsministerin Maud Olofsson.
Krisenpaket

Regierung bringt Stimulanzpaket im Reichstag ein

Die schwedische Regierung legte heute dem Reichstag ihr Krisenpaket zur Stimulierung der Wirtschaft vor. Es enthält die im Dezember bereits angekündigten umgerechnet 830 Millionen Euro für Maßnahmen zur Erleichterung der Anstellung von Arbeitslosen, für Bildungsmaßnahmen und zur Vorverlegung von Bauprojekten im Infrastrukturbereich. Zusätzlich bietet das Paket Maßnahmen, die auf die Verhinderung von Konkursen abzielen.

Dazu gehört die Möglichkeit eines Steueraufschubs um zwei Monate für Unternehmen, die aufgrund der Bankenkrise akut unter Liquiditätsproblemen leiden. „Das ist eine Möglichkeit, wie die Allgemeinheit diesen oft kleinen Unternehmen, ein Art Kredit geben kann“, erklärte Finanzminister Anders Borg. Weiter erhält die Gesellschaft zur Förderung kleiner und mittlerer Unternehmen, Almi, 200 Millionen Euro für die Vergabe weiterer Kredite sowie die Erlaubnis, künftig bis zu 80 Prozent des Kreditbedarfs ihrer Klienten zu finanzieren. Die staatliche Schuldenverwaltung, Riksgälden, wird beauftragt, Akutkredite an Not leidende Unternehmen der Automobilbranche zu vergeben. Wirtschaftministerin Maud Olofsson: „Diese Lehre haben wir aus unserer vorigen, schwedischen Bankenkrise gezogen: die Banken wurden übervorsichtig. Auch gesunde Unternehmen, die Überlebensvoraussetzungen hatten und für unsere Wirtschaft und unseren Arbeitsmarkt wichtig waren, bekamen plötzlich keine Kredite mehr. Jetzt verstärken wird diesen Bereich und hoffen, dass damit eine Reihe Unternehmen ihre Probleme lösen können. Wir hoffen aber auch, dass unser Banksystem sobald wie möglich wieder normal funktioniert.“

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