SCHULE

Vimmerby: Schadenersatz für gemobbten Schüler?

Die südschwedische Kleinstadt Vimmerby, bekannt vor allem als Geburtsstadt der Kinderbuchautorin Astrid Lindgren, soll einem gemobbten Schüler Schadenersatz in einer in Schweden bisher nie geforderten Höhe zahlen. Das berichtet der Schwedische Rundfunk. Die Forderung nach umgerechnet rund 28.000 Euro wurde von dem Kinder- und Schülerbeauftragten Lars Arrhenius vorgebracht. In der Begründung heiβt es, die Gemeinde habe nicht ausreichend eingegriffen, um das Mobbing zu unterbinden.

„Es handelt sich um sehr schwere Kränkungen, die dem Jungen sehr zu schaffen gemacht haben“, sagte Arrhenius. Zwar habe die Schule ein Anti-Mobbing-Programm gehabt, doch sei dieses nicht hinreichend befolgt worden. „Wenn es um derartig ernste Dinge geht, muss man mit viel gröβerem Ernst an das Problem herangehen“, sagte er weiter. Die Probleme für den mittlerweile 14-jährigen Jungen hatten bereits in der ersten Klasse begonnen. Die Verfolgung durch die Mitschüler war im Laufe der Jahre eskaliert. In der siebten Klasse war der Junge dreimal von Mitschülern misshandelt worden. Von Seiten der Gemeinde wollte man sich zu der Schadenersatzforderung vorerst nicht äuβern.

Grunden i vår journalistik är trovärdighet och opartiskhet. Sveriges Radio är oberoende i förhållande till politiska, religiösa, ekonomiska, offentliga och privata särintressen.
Du hittar dina sparade avsnitt i menyn under "Min lista".