Gedenktag

Nach Protesten gegen abgesagte Manifestation nun doch Zeremonien in Luleå

In der nordschwedischen Stadt Luleå werden nun doch Zeremonien zum internationalen Holocaust-Gedenktag stattfinden. Weil die Kommune zunächst Ausschreitungen aufgrund des Gaza-Krieges befürchtete, waren die angekündigten Manifestationen in Zusammenarbeit mit der Schwedischen Kirche kurzerhand abgesagt worden.

Nach umfänglichen Protesten hat sich die Kirche in Luleå doch für eine Zeremonie entschieden, gefolgt von einem Fackelzug, allerdings in Regie einer Privatperson.

Peder Jonsson, Stiftspropst in Luleå, begrüßte gegenüber Sveriges Radio International die Kritik und die Entscheidung der Kirche: „Ich finde das ehrlich gestanden sehr gut. Denn es ist ja nun keineswegs so, dass die Schwedische Kirche in Luleå in irgendeiner Form Position gegen Israel bezogen hat, geschweige denn gegen Juden oder den Gedenktag. Im Gegenteil ist dieser Tag für die Kirche von außerordentlicher Bedeutung.“

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