Integrationsministerin Sabuni
Minoritäten

Regierung will Rechte der Minderheiten stärken

Mit Hilfe einer Reform will die Regierung die Kommunen zu besserem Schutz der fünf Minderheiten im Land zwingen. Zwar gäbe es entsprechende Gesetze, diese würden jedoch zu unzureichend befolgt, sagte die für Minoritätsfragen zuständige Ministerin, Nyamko Sabuni, im Schwedischen Rundfunk.

Es müsse eine Selbstverständlichkeit sein, dass die großen Behörden wie Krankenkasse oder Finanzamt überall im Land Service auf beispielsweise Finnisch oder Samisch anbieten können. Um die Arbeit innerhalb der Kommunen zu verbessern, erhöht die Regierung die Mittel von heute umgerechnet einer Million Euro auf acht Millionen ab dem kommenden Jahr.

Als eins der Hauptprobleme sieht die Ministerin die Unkenntnis bei den Kommunen bezüglich der Bezeichnungen: „Viele denken, dass nationale Minderheiten dasselbe sind wie ethnische Minderheiten, und das ist falsch. Wenn Kinder ethnischer Minderheiten Muttersprachenunterricht haben wollen, müssen sie mindestens zu fünft sein, um von ihrem Recht Gebrauch machen zu können. Bei nationalen Minderheiten reicht ein Kind, und dieser Unterschied sollte den Kommunen bekannt sein. Denn besonders im Kindergarten und in der Schule kann die sprachliche und kulturelle Identität von Kindern gefördert werden.“

Die fünf nationalen Minderheitensprachen in Schweden sind Sami, Finnisch, Meänkieli, Jiddisch sowie Romani.

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