Kriegsverbrechen

Polizei verstärkt Fahndung nach Kriegsverbrechern

Die Sondereinheit der schwedischen Kriminalpolizei für die Fahndung nach Kriegsverbrechern hat seit ihrer Bildung vor fast einem Jahr noch keinen einzigen Verdächtigen dingfest gemacht. Deshalb soll die Arbeit des Sonderdezernats jetzt wirksamer gestaltet werden.

Anders Fohgelberg, leitender Mitarbeiter des Sonderdezernats, sagte im Schwedischen Rundfunk, man wolle die Suche nach Tatzeugen verstärken, die Kriegsverbrecher identifizieren könnten.

„Ich glaube, dass es solche Zeugen in Flüchtlingslagern und Asylheimen gibt. Wir müssen unsere Suche auf Menschen konzentrieren, die einschlägige Erfahrungen gemacht haben.“

Auf die Frage nach den Gründen für den bisher mangelnden Erfolg sagte Fohgelberg:

„In vielen Fällen ist die Beweislage schwierig. Es kann sich um Verdächtige aus Konfliktgebieten handeln, aus denen wir nur lückenhafte Informationen bekommen.“

Der Fahnder betonte, zwar seien Ermittlungen wegen Kriegsverbrechen im ehemaligen Jugoslawien, in Sierra Leone und in Rwanda im Gange, doch gebe es nicht genügend Beweise zur Einleitung von Verfahren. Fohgelberg sagte weiter, vieles spreche dafür, dass sich eine ganze Anzahl von Kriegsverbrechern in Schweden aufhalte. Unter den vielen Flüchtlingen aus Unruhegebieten seien eben nicht nur Opfer, sondern auch Täter.

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