Luftverkehr

SAS bittet nach neuen Verlusten um Finanzhilfe

Die skandinavische Luftverkehrsgesellschaft SAS hat nach neuen erheblichen Verlusten um öffentliche Finanzhilfe in Höhe von mehreren Hundert Millionen Euro ersucht. Aus dem jüngsten Rechenschaftsbericht von SAS geht hervor, dass die Gesellschaft im abgelaufenen Jahr Einbußen von 600 Millionen Euro erlitten hat.

Der größte Verlust von fast 500 Millionen entstand beim Abstoßen der spanischen Tochtergesellschaft Spanair. Hauptanlass für die Trennung war der Absturz einer Spanair-Maschine im August vergangenen Jahres auf dem Flughafen von Madrid. Nach Vermutungen der Untersuchungskommission ist das Unglück mit 154 Todesopfern auch auf Wartungsmängel zurückzuführen.

SAS hat bereits den Verkauf anderer Tochtergesellschaften angekündigt, um sich nach weiteren Einsparungen auf den nordeuropäischen Markt zu konzentrieren.

Die Regierung in Stockholm hat inzwischen mitgeteilt, SAS könne mit staatlicher Unterstützung in Höhe von umgerechnet 120 Millionen Euro rechnen. Der schwedische Staat ist einer der Eigner des von Dänemark, Norwegen und Schweden gemeinsam betriebenen Luftfahrtunternehmens.       

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