Gaza-Nachwirkungen

Foto-Ausstellung wegen Antisemitismus verboten

Die Stadtverwaltung von Norrköping hat eine Fotoausstellung der örtlichen Palästinenser-Vereinigung zu den israelischen Bombardements im Gaza-Streifen verboten. Die Aussteller hatten die Angriffe mit dem Holocaust verglichen und entsprechende Bilder gezeigt. Der Kulturbeauftragte der Stadt, Bengt Cete, wertete das als Antisemitismus.

Im Schwedischen Rundfunk sagte Cete:

„Solange man den Staat Israel wegen seines Vorgehens kritisiert, ist dagegen nichts einzuwenden. Aber wenn man das mit dem Holocaust vergleicht, dann ist das nach geltendem EU-Recht antisemitisch.“

Der Kulturbeauftragte sagte weiter, er habe der Palästinenser-Vereinigung angeboten, die Ausstellung nach Beseitigung des beanstandeten Materials wieder zu eröffnen.

Vertreter jüdischer Gruppierungen bezeichneten den Vergleich der Aussteller mit dem Holocaust als absurd. Sie erklärten, das zeige schon allein ein Blick auf die Zahlen, denn die Opferbilanz im Gazastreifen betreffe nicht einmal 0,1 Prozent der dortigen Bevölkerung.   

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