Prostitutionsgesetz

Projekt geplant: Gespräche sollen Sexkäufer von Laster abbringen

Zehn Jahre nach Einführung des Prostitutionsgesetzes, das den Kauf sexueller Dienste unter Strafe stellt, will die zuständige Prostitutionseinheit der Stadt Stockholm sich stärker auf die Sexkäufer konzentrieren. Das schreibt die Zeitung „Svenska Dagbladet“.

Demzufolge will die Einheit staatliche Zuschüsse beantragen, um künftig den direkten Kontakt zu Sexkäufern suchen zu können. Das Projekt soll dazu beitragen, Sexkäufer von ihrem Vorhaben abzubringen und längerfristig Hilfe wegen ihres Lasters zu suchen.

Ein ähnliches Projekt existiert seit längerer Zeit in Göteborg. Dort haben sich in den vergangenen zwölf Jahren bereits 350 Männer für eine Gesprächstherapie entschieden.

Seit Einführung des Gesetzes zum Kauf sexueller Dienste sind 1.800 Fälle angezeigt worden. In 600 der Fälle kam es zu Verurteilungen. Zu einer Gefängnisstrafe kam es bislang allerdings noch nie. Kritiker des Gesetzes meinen, dass sich die Prostitution durch das Verbot lediglich von der Straße an unsichtbare Orte wie das Internet verlagert habe. Trotz des umstrittenen Erfolgs sind jüngsten Umfragen zufolge gut zwei Drittel der schwedischen Bevölkerung für eine Beibehaltung des Gesetzes.

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