Treffen in Stockholm

Maßnahmen zur Bekämpfung von Schwangerensterblichkeit

Die Bekämpfung der Sterblichkeit von Schwangeren ist eines der globalen Millenium-Ziele, die bisher nicht erreicht wurden. Die schwedische Entwicklungshilfebehörde Sida hat eine Reihe Organisationen aus aller Welt nach Stockholm eingeladen, um gemeinsame Maßnahmen einzuleiten.

Bridget Lynch ist Vorsitzende des internationalen Berufsverbandes der Hebammen: „Wir wissen, warum die Frauen sterben und wir besitzen das Handwerkszeug, etwas dagegen zu unternehmen. Was fehlt, ist der politische Wille.“

Schlechte Koordination
Rund 1 500 Frauen sterben täglich an Komplikationen im Zusammenhang mit Schwangerschaft und Entbindung. In vielen Ländern wird diese Problematik jedoch einfach überhaupt nicht thematisiert. Bisher gelang es jedoch nicht, Maßnahmen zur Besserung der Situation international zu koordinieren. Das von der schwedischen Entwicklungshilfebehörde organisierte Treffen ist ein Versuch, das zu ändern, sagt Generaldirektor Anders Nordström: „Die Frage ist heute nicht mehr ganz so politisch heikel, daher ist es möglich, darüber zu sprechen. Heute besteht ein größerer politischer Wille und daher kann jetzt konkret besprochen werden, was wann zu tun ist.“

Richtlinien für Hebammenausbildung
Ein möglicher erster Schritt ist eine umfassende Ausbildung von örtlichen Hebammen, die bei Entbindungen helfen, nach gemeinsamen internationalen Richtlinien. Solche werden derzeit vom internationalen Hebammenverband erarbeitet.

Grunden i vår journalistik är trovärdighet och opartiskhet. Sveriges Radio är oberoende i förhållande till politiska, religiösa, ekonomiska, offentliga och privata särintressen.
Du hittar dina sparade avsnitt i menyn under "Min lista".