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Integration

Neue Wege der Arbeitsvermittlung

Die Stadt Södertälje südlich von Stockholm beschreitet neue Wege im Kampf gegen die Arbeitslosigkeit von Flüchtlingen und Langzeitarbeitslosen. Aufgrund der mangelhaften Vermittlungsquote des Arbeitsamtes wird die Stadt in Zusammenarbeit mit dem Personal-dienstleister Manpower ein eigenes Unternehmen zur Arbeitsvermittlung gründen.

Die Stadt Södertälje hat insgesamt 80.000 Einwohner. Mit zirka 7.000 Flüchtlingen aus dem Irak hat die Stadt mehr Hilfsbedürftige aus diesem Land aufgenommen als die USA und Kanada zusammen.

Bisher hatten Flüchtlinge und Langzeitarbeitslose keine Priorität bei der Vermittlung durch das Arbeitsamt von Södertälje. So konnten in den vergangenen Jahren gerade einmal sechs Prozent der gemeldeten Flüchtlinge in den Arbeitsmarkt vermittelt werden. Deshalb fordert der sozialdemokratische Bürgermeister von Södertälje, Anders Lago, im Schwedischen Rundfunk neue Maßnahmen bei der Arbeitsvermittlung:

„Für Flüchtlinge, die heute nach Schweden kommen, dauert es im Durchschnitt sieben Jahre, bis sie eine Arbeit finden. Bisher hatten die Flüchtlinge beim Arbeitsamt keine Priorität bei der Vermittlung. Wir wollen eine Alternative, um für mehr Beschäftigung in Södertälje sorgen zu können.“

Flüchtlinge wichtig für den Arbeitsmarkt

Zusammen mit dem Privatunternehmen Manpower will Södertälje das Problem in den Griff bekommen. Die Zeitarbeitsfirma ist einer der zehn größten Arbeitgeber in Schweden. Lars Forseth ist Chef von Manpower Schweden. Im Schwedischen Rundfunk sagte er, dass der schwedische Arbeitsmarkt langfristig nicht auf die oftmals gut ausgebildeten Flüchtlinge verzichten kann:

„Schweden wird bald einen Mangel an gut ausgebildeten Arbeitnehmern haben. Es werden immer mehr Personen in Rente gehen, deren Stellen neu besetzt werden müssen. Es gibt viele Flüchtlinge und Langzeitarbeitslose, die ein großes Potenzial haben.“

Mit dem neu gegründeten Unternehmen soll sich ab Frühjahr dieses Jahres die Jobperspektive für viele Flüchtlinge und Langzeitarbeitslose deutlich verbessern. Die Stadt investiert insgesamt 800.000 Euro in das Gemeinschaftsunternehmen mit Manpower. Das Unternehmen hat Modellcharakter und soll zunächst für zwei Jahre arbeiten.

Lars Forseth will die Erfahrungen von Manpower für das neue Unternehmen nutzen, um das Potenzial der Arbeitssuchenden zu erfassen:

„Unsere Aufgabe besteht darin, eine Analyse der Arbeitssuchenden durchzuführen, um zu sehen, wo sie ihre Stärken und Schwächen haben. Wir werden jede Person individuell coachen. Teilweise wird eine Verbesserung der Schwedischkenntnisse erforderlich sein oder das Erlernen anderer Fähigkeiten, um eine Ausbildung erfolgreich abschließen zu können. Wir werden dabei helfen“, sagt Forseth.

Jeden Monat sollen 40 Personen betreut werden. Dabei wird es sich zur Hälfte um Flüchtlinge und zur anderen Hälfte um Langzeitarbeitslose handeln, die seit mindestens einem Jahr Sozialhilfe beziehen.

Bürgermeister Anders Lago setzt große Hoffnungen in das neue Unternehmen: „Wir planen, in den nächsten zwei Jahren insgesamt 600 Personen zu betreuen und hoffen, dass davon die Hälfte einen Arbeitsplatz finden wird.“

Tobias Hofsäss

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