Steuerhinterziehung

Europäische Polizeiakademie unter schwedischer Leitung in der Kritik

Die Europäische Polizeiakademie unter schwedischer Leitung steht unter Verdacht, mehrere zehntausend Euro an Steuergeldern für private Zwecke ausgegeben zu haben. Das berichtet der Schwedische Rundfunk. Demnach sollen mit den Geldern unter anderem private Handys, Autoreisen und Möbel für die Angestellten finanziert worden sein.

Das Europaparlament prüft die Vorwürfe nun. Christofer Fjellner, konservativer Abgeordneter, erklärte im Schwedischen Rundfunk: „Sollte sich herausstellen, dass die Akademie verantwortungslos mit EU-Mitteln umgeht, kann der Leitung keine Nichtverantwortlichkeit bescheinigt werden. EU-Regeln sind zugegebenermaßen oftmals umständlich, so dass es nicht immer einfach ist, sie zu befolgen. Doch in diesem Falle befürchte ich, dass wir es mit einem Fehler im System zu tun haben und grundlegende Regeln missachtet wurden.“

Betrugsvorwürfe nicht neu

Die Polizeiakademie mit Sitz in Bramshill, Großbritannien, wurde 2005 gegründet und hat zur Aufgabe, die polizeiliche Arbeit unionsübergreifend voranzutreiben. Schwerpunkt ist die Bekämpfung des internationalen Verbrechens. Wirtschaftsprüfer der EU hatten schon zu einem früheren Zeitpunkt Kritik an der Akademie geübt. Weiter werde laut EU-Parlamentarier Fjellner auch das Amt für Betrugsbekämpfung der Europäischen Union die Akademie näher unter die Lupe nehmen.

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