Wirtschaftskrise

Frauen stärker von Arbeitslosigkeit bedroht als Männer

In der Niedrigkonjunktur sind Frauen stärker von Arbeitslosigkeit bedroht als Männer. Zu diesem Schluss kommt der Gewerkschaftsdachverband LO nach einer Durchsicht der Vertragsformen in Schweden. Demnach gibt es in typischen Frauenberufen häufiger Zeitverträge als in Branchen, in denen traditionell mehr Männer arbeiten.

Besonders betroffen sind laut LO die Bereiche Altenpflege, Kinderfürsorge, Einzelhandel sowie die Hotel- und Restaurantbranche. Von den vier Millionen Beschäftigten im vergangenen Jahr hatte mehr als jeder achte einen Zeitvertrag. 18 Prozent der Arbeitnehmerinnen hatten ein befristetes Arbeitsverhältnis, bei den Arbeitnehmern waren es dagegen nur 13 Prozent.

Während die Zahl der Zeitverträge im vergangenen Jahr sank, befürchtet LO einen Anstieg für das laufende Jahr. Im Schwedischen Rundfunk erklärte Irene Wennemo, beim Verband zuständig für Fragen des Berufslebens: „Wenn die Nachfrage nach Arbeitskraft steigt, möchte ein Arbeitgeber seine Angestellten gern an sich binden und ist großzügig mit Festanstellungen. Jetzt aber besteht die Gefahr, dass die Entwicklung in den kommenden Krisenjahren genau in die entgegen gesetzte Richtung geht.“

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