Hier geschahen die Morde im März 2008 (Foto: Fredrik Sandberg/Scanpix)
MORDE IN ARBOGA

Oberlandesgericht bestätigt Urteil für Kindesmord

Wegen zweifachen Mordes sowie wegen eines Mordversuchs hat das Oberlandesgericht Svea die deutsche Staatsbürgerin Christine S. am Montag in zweiter Instanz zu lebenslanger Haft verurteilt und somit das Urteil des Amtsgerichts Västerås bestätigt.

”Das Gericht sieht es als erwiesen an, dass die Deutsche die Kinder getötet hat”, so Gerichtspräsident Magnus Göransson. Auch der Mordversuch an der Mutter der Kinder sei erwiesen. Eine andere Strafe als lebenslange Haft komme daher nicht in Frage. Das Gericht entschied zudem, die 32-Jährige lebenslänglich aus Schweden auszuweisen. Der Schadenersatz an die Mutter und den Vater der Kinder wurde auf jeweils umgerechnet 10.000 Euro erhöht.

Die Ermordung zweier kleiner Kinder und der Mordversuch an ihrer Mutter in Arboga im vergangenen März hatte landesweit für groβe Aufmerksamkeit gesorgt. Als S.’ Motiv werteten die Gerichte Eifersucht.

Obgleich es nur eine Reihe von Indizien gab, sahen sie die Schuld der Deutschen eindeutig als erwiesen an. Das Oberlandesgericht betonte in diesem Zusammenhang, S., die sich am Mordtag nachweislich in Arboga befunden hatte, habe über ihr Aufenthaltsmotiv gelogen. Zudem habe sie Zugang zu einem mittlerweile verschwundenen Hammer gehabt sowie falsche Angaben über ein Paar Schuhe gemacht, deren Abdrücke am Tatort vorgefunden worden waren.

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