Bald Konkursmasse?
Automobilkrise

Automobilexperte: Konkurs die beste Lösung?

Ein Konkurs ist möglicherweise der einzig gangbare Weg für den schwedischen Autohersteller Saab. Diese Ansicht vertritt Professor Christer Karlsson, Automobilexperte an der Universtität Kopenhagen, der seit Jahrzehnten die schwedischen Autohersteller beobachtet.

Ein Konkurs werde immer wahrscheinlicher, so Karlsson im schwedischen Rundfunk: „General Motors wird hier in keinster Weise behilflich sein können. Weil wir Saab nicht als Staatsunternehmen sehen möchten, besteht ein großes Risiko, dass Konkurs das Ende vom Lied sein wird.“ GM spricht in seinem Geschäftsplan davon, dass Saab bis zum nächsten Frühling eigenständig werden soll. Auch von Rekonstruktion ist die Rede. Professor Karlsson hält dies für leere Phrasen. „Hat man die Geschäfte bis jetzt nicht unter Kontrolle bekommen, dann spricht nichts dafür, dass dies in den kommenden zehn Monaten möglich sein wird. Da sind so viele Dinge gleichzeitig nötig – eine Umstrukturierung: und wie soll die aussehen, wenn vorher keine bessere Rentabilität erzielt wird?“

Zudem sei Kapital nötig, und das wolle ja keiner zuschießen. Und schließlich gäbe es für Saab als Gesamtes keinen Käufer. Ein Konkurs würde da bessere Möglichkeiten eröffnen, das zu retten, was noch zu retten ist, meint Karlsson: „Da käme man in die Lage, dass Käufer Teile des Gesamten übernehmen könnten. Ein Konkursverwalter kann ja Teile einer Konkursmasse ausverkaufen. Man könnte Käufer für die rentablen Teile finden und die schlimmsten Verlustteile anderweitig loswerden. Ich denke, das brächte externen Interessenten größere Möglichkeiten einzusteigen.“

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