Die Katastrophe forderte 852 Menschenleben
Estland

Estonia-Untersuchung abgeschlossen

Im Fall der 1994 gesunkenen Ostseefähre Estonia hat eine estnische Expertenkommission jetzt die vierjährigen Untersuchungen zur Ursache der Katastrophe abgeschlossen. Die Experten kamen dabei zu der gleichen Schlussfolgerung wie die internationale Havariekommission. Demnach sank die Fähre höchstwahrscheinlich, weil infolge eines Defekts am Bugvisier Wasser in das Autodeck drang.

Bei der Präsentation des Abschlussberichts betonten estnische Experten jedoch, eine andere Unglücksursache, wie beispielsweise ein Loch im Rumpf des Schiffes, sei nicht auszuschlieβen. Beweise zu erbringen sei nicht möglich, da das Äuβere des Wracks zu keinem Zeitpunkt systematisch studiert und dokumentiert worden sei.

Die RoRo-Fähre war am 28. September 1994 auf ihrem Weg vom estnischen Tallinn nach Stockholm vor der finnischen Insel Utö gesunken. Mit 852 Todesopfern war der Untergang der Estonia das schwerste Schiffsunglück der europäischen Nachkriegsgeschichte. Zur Unglücksursache gibt es nach wie vor verschiedene Annahmen, darunter eine Reihe von Konspirationstheorien.

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