Der Prozess gegen "The Pirate Bay" wird weltweit mit Interesse verfolgt
URHEBERRECHT

The Pirate Bay: „Keine Ideologie“

Im Prozess gegen die Betreiber der Internet-Tauschbörse The Pirate Bay hat der Repräsentant der Musikindustrie, Peter Danowsky, am Donnerstag einen der vier Angeklagten, Fredrik Neij, hart angegriffen. Neij, der der Beihilfe zur Bereitstellung von urheberrechtlich geschütztem Material angeklagt ist, hatte zuvor betont, er wirke an der Internetseite lediglich aus technischem Interesse mit und verbinde mit dieser Arbeit „keine Politik oder Ideologie”. Er habe The Pirate Bay stets als gänzlich legale Internetseite angesehen.

Die Seite enthält keine Filme und keine Musik, sondern lediglich so genannte Torrenten, die das Herunterladen von Material ermöglichen.

Peter Danowsky zitierte vor Gericht aus einer Rede, die Neij kurz nach der polizeilichen Hausdurchsuchung bei The Pirate Bay im Mai 2006 gehalten hatte. Darin heiβt es unter anderem: „In den vergangenen zwei Jahren haben wir ein Filesharing-Imperium aufgebaut, wie die Welt es noch nicht gesehen hat… Wir haben in diesen Jahren unzählige Drohbriefe erhalten, und die Absender haben jeweils passende Beleidigungen als Antwort bekommen.“ Neijl räumte ein, die Rede gehalten zu haben. Er habe sie jedoch nicht selbst verfasst, sondern lediglich einen von einer anderen Person aufgesetzten Text verlesen.

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