Mobbing ist an Schwedens Schulen keine Seltenheit (Foto: Erik G Svensson/Scanpix)
MOBBING

Mobber verurteilt

Vier junge Mädchen im Alter von 15 bis 17 Jahren, die ein weiteres Mädchen auf grobe Weise gemobbt hatten, sind vom Amtsgericht Lund zur Ausführung unbezahlter gemeinnütziger Arbeit verurteilt worden. Das Gericht folgte damit dem Antrag der Staatsanwaltschaft.

Die Mädchen hatten das damals 14-jährige Opfer systematisch erniedrigt und gequält. Die 14-Jährige hatte daraufhin einen Selbstmordversuch unternommen. Gleichwohl hatten die Mobber die Attacken fortgesetzt. So erhielt das Opfer Drohungen via Internet und sms, unter anderem mit der Botschaft, es sei zu hoffen, dass sie sich demnächst tatsächlich das Leben nehme.

Das Gericht verurteilte die Täterinnen wegen Belästigung in schwerer Form. Die Verurteilung von Mobbern wegen Bedrohung und Belästigung ist in der bisherigen schwedischen Rechtsgeschichte ungewöhnlich. Beobachter hofften, dass Mobber nach dem als wegweisend geltenden Urteil künftig konsequenter zur Verantwortung gezogen werden.

Mobbing in der Schule hat in den letzten Jahren in Schweden markant zugenommen. Im vergangenen Jahr waren in einem viel beachteten Fall fünf Jungen wegen Freiheitsberaubung verurteilt worden. Sie hatten einen Mitschüler an einen Baum gefesselt und den Übergriff gefilmt.

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