Offenkundig gesund und munter
GESUNDHEITSWESEN

Lebenswichtige Behandlung oft nicht möglich

Die Kühlbehandlung von Neugeborenen mit Sauerstoffmangel kann lebenslangen Behinderungen vorbeugen oder gar das Leben des Kindes retten. Wie eine aktuelle Studie zeigt, fehlen vielen kleineren Krankenhäusern in Schweden aber die entsprechenden Ressourcen.

Die Kühlbehandlung, bei der die Körpertemperatur des Kindes über drei Tage hinweg gesenkt wird, rettet in Schweden jährlich das Leben von 50 bis 200 Neugeborenen. In seinem aktuellen Bericht stellt das Amt für medizinische Auswertung, SBU, jedoch fest, dass ein Groβteil der kleineren Krankenhäuser keine entsprechenden Möglichkeiten hat. Viele sähen sich darüber hinaus nur schwer in der Lage, einen Patiententransport in gröβere, besser ausgestattete Behandlungseinrichtungen zu realisieren. Laut dem Bericht gaben 38 Prozent der befragten Krankenhäuser an, einen Akuttransport des Neugeborenen nicht innerhalb von sechs Stunden bewerkstelligen zu können. Sechs Stunden gelten als Obergrenze für eine erfolgreiche Behandlung.

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