Konstfack-Studenten sorgten für Aufschreie
SKANDALE Um KONSTFACK

Neue Ethik-Richtlinien bei Konstfack

Nach umfassender Kritik an die Adresse der Stockholmer Kunsthochschule Konstfack will die Hochschule jetzt neue ethische Richtlinien für die Weiterbildung der Lehrkräfte erarbeiten. Dies hat Rektor Ivar Björkman angekündigt. Auf einem der wichtigsten Medienplätze Schwedens, der Debatten-Seite der Tageszeitung Dagens Nyheter, schreibt Björkman, die Hochschule habe eigenes Fehlverhalten gründlich untersucht. Künftig wolle man die Lehrkräfte besser auf die Mitwirkung bei „komplizierten Studenten-Projekten“ vorbereiten.

Konstfack-Studenten hatten in jüngster Zeit in zwei Fällen für überwiegend negative Aufmerksamkeit gesorgt. In einem Fall hatte eine Studentin im Rahmen einer Examensarbeit zunächst an einem Brückengeländer einen Selbstmordversuch und anschlieβend in der Psychiatrie eine Psychose simuliert. Im anderen Fall hatte ein Student einen U-Bahn-Wagen demoliert und die Aktion gefilmt. Im ersteren Fall war die Betreuerin der Studentin von der geplanten Aktion informiert gewesen. Es sei falsch gewesen, die Aktion nicht zu unterbinden, schreibt Björkman. Zu der Fehlentscheidung habe es kommen können, weil die Regeln für das Verhalten von Lehrkräften im Zusammenhang mit „ethisch unakzeptablen“ Kunstprojekten bislang zu „undeutlich“ seien.

Gegen die simulierende Studentin läuft eine polizeiliche Voruntersuchung. Gleichwohl soll ihr Werk im Mai in einer Ausstellung der Hochschule gezeigt werden. Das Stockholmer Nahverkehrs-Unternehmen SL hat Konstfack auf Schadenersatz verklagt.  

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