Mobbing ist in Schwedens Schulen zunehmend verbreitet
Rolle der Schulleitung

Viel beachteter Mobbing-Prozess

Vor dem Amtsgericht Gotland ist am Montag ein viel beachteter Fall von Mobbing in der Schule verhandelt worden. Der Ausgang des Prozesses gilt als wegweisend. Erstmals prüft ein schwedisches Gericht, zu welchen Maβnahmen eine Schule gesetzlich verpflichtet ist, wenn es darum geht, Mobbing entgegenzuwirken.

Ausgangspunkt ist der Fall eines Schülers der vierten Klasse, der monatelang von Mitschülern gequält und misshandelt worden war. Der Kinder- und Schülerbeauftragte der Zentralen Schulbehörde, Lars Arrhenius, hatte daraufhin die Kommune auf Schadenersatz verklagt. „Ich denke, es handelt sich um eine schwere Kränkung dieses Jungen“, sagte Lars Arrhenius. „Meiner Meinung nach ist die Schule ihren gesetzlich festgelegten Verpflichtungen nicht nachgekommen.“

Geklärt werden soll, wie effektiv das neue Gesetz gegen kränkende Behandlung in der Schule in der Praxis ist. In dem Prozess am Montag berichtete der gemobbte Junge von täglichen Demütigungen und Schlägen. Der Repräsentant der Kommune wandte ein, für die Taten habe es nicht genügend Beweise gegeben. Es sei unklar, was die Kommune hätte tun können.

Das Urteil wird in zwei Wochen erwartet.

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