Bonus-Zahlungen

Regierung stoppt Bonuszahlungen in staatlichen Unternehmen

Die Regierung hat einen sofortiges Ende von Bonus-Zahlungen an Führungskräfte in staatlichen Unternehmen beschlossen. In einem Artikel der Zeitung „Dagens Nyheter“ schreiben mehrere wirtschaftspolitische Vertreter, es dürfe keinerlei Zweifel daran bestehen, dass die staatlichen Unternehmen im Sinne der Bevölkerung arbeiteten.

Noch vor wenigen Wochen verteidigte Wirtschaftsministerin Maud Olofsson die auch bei staatlichen Unternehmen nicht unüblichen Bonussysteme. In der anhaltenden Wirtschaftskrise sei es jedoch nötig, dass ebendiese Firmen und Konzerne besonders hohen Ansprüchen gerecht werden müssen.

Im Schwedischen Rundfunk erklärte die Sprecherin des Wirtschaftsausschusses, Karin Pilsäter: „Vieles spricht dafür, dass die Finanzmärkte zumindest teilweise aufgrund der Bonuszahlungen zusammengebrochen sind. Diese finanziellen Anreize haben zu einer ungesunden Risikobereitschaft geführt, die zu der Krise beigetragen hat. Nicht zuletzt, wenn nun Menschen ihre Arbeit verlieren und Gehälter eingefroren werden, ist unsere Maßnahme zum jetzigen Zeitpunkt angebracht.“

Gespräche mit Wirtschaftsvertretern geplant
In zwölf der 53 staatlichen Unternehmen werden derzeit Boni ausgezahlt. Die Vorstände sind nun gehalten, laufende Abkommen neu zu verhandeln, damit die Neuregelung so schnell wie möglich Wirkung zeigt. Weiter will die Regierung auch Gespräche mit Vertretern der freien Wirtschaft über angemessene Managergehälter führen.

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