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Gewerkschaftsverband Skåne fordert Rücktritt von LO-Chefin

In der Diskussion über mögliche Nachlässigkeit des Aufsichtsrats bei Rentenverträgen gerät die Chefin des Gewerkschaftsdachverbandes LO, Wanja Lundby-Wedin, immer mehr unter Druck. Wie der Schwedische Rundfunk berichtet, hat der Bezirksverband in Skåne als erster Lundby-Wedin zum Rücktritt aufgefordert.

Hintergrund ist die Sechsmillionen-Rente für den ehemaligen Präsidenten des Pensionsfonds AMF Pension, die auch vom Aufsichtsratsmitglied Lundby-Wedin gutgeheißen worden sein soll. Die LO-Chefin selbst wies die Vorwürfe zurück und betonte, bestimmte Papiere nie gesehen zu haben.

Dazu sagte der Vorsitzende des Bezirksverbandes Skåne, Kenneth Björkman: „Ich verstehe nicht, was damit gemeint sein soll. Was will man denn beim Unterschreiben nicht verstanden haben? Es handelt sich um eine Reihe Jahresgutachten, aus denen klar und deutlich hervorgeht, welche Gelder in die Rente des Präsidenten fließen.“

Beschluss delegiert

Bislang hat kein anderer LO-Verband Kritik an Lundby-Wedin geäußert. Nach einem Treffen am Dienstag stimmte die Mehrheit der Bezirksverbände dafür, zunächst die angeordnete interne Untersuchung des Falles abzuwarten. Unterdessen bestätigte ein ehemaliges Aufsichtsratsmitglied im Schwedischen Rundfunk, dass der Aufsichtsrat den Rentenbeschluss an ein gesondertes Komitee delegiert und somit keinen Einblick in Details des Vertrages hatte.

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