Jimmie Åkesson, Chef der Schwedendemokraten, wiegelt ab
Rassismusvorwurf

Janusköpfige Schwedendemokraten: fremdenfeindliche Ansichten noch immer weit verbreitet

Trotz Bemühungen der rechtspopulistischen Schwedendemokraten, die Partei vom Stempel des Rassismus zu befreien, sind fremdenfeindliche Ansichten unter den Mitgliedern noch immer gang und gäbe. Dies hat der Schwedische Rundfunk mit Hilfe von Infiltration und versteckten Mikrophonen herausgefunden.

Wie die Tonbandaufnahmen von drei als Parteimitglieder getarnten Reportern zeigen, wurden bei einem Drittel der internen Treffen unwidersprochen rassistische oder fremdenfeindliche Äußerungen gemacht, beispielsweise: „Wusstet ihr, dass ein Immigrant aus so Ländern wie Afghanistan oder Afrika 2.000 Parasiten am Leib hat? So viele haben ja noch nicht einmal unsere Hunde, und die stecken wir in Quarantäne.“

Katarina Bengtsdotter aus dem Parteivorsitz der Schwedendemokraten sagte dazu: „Mein Gott, das ist wirklich erschütternd. Diese Aussagen sagen aber mehr über die einzelnen Personen als über unsere Partei. Wir werden diese Vorgänge kontrollieren.“

”Unsere Grundwerte sind anti-rassistisch”

Parteichef Jimmy Åkesson erklärte ebenfalls, er halte die Aussagen gewisser Mitglieder für unpassend, allerdings betonte er auch: „Unsere klaren, anti-rassistischen und gesunden Grundwerte kommen deutlich in unserem Parteiprogramm zum Ausdruck, und das halte ich für glaubwürdig. Sicher müssen die Wähler das letztendlich selbst entscheiden. Doch meiner Ansicht nach beweist der Radiobericht keineswegs das Gegenteil.“ Weiter habe der Schwedische Rundfunk die Aussagen überdramatisiert, so Åkesson. Der stellenweise grobe Jargon sei kein größeres Problem in seiner Partei.

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