Manöver

Militär sagt Übung im Einwandererstadtteil Rinkeby ab

Nach massiver Kritik werden schwedische Soldaten nun doch kein Manöver im Stockholmer Vorort Rinkeby abhalten. Wie eine Militärsprecherin der Zeitung „Dagens Nyheter“ sagte, sei es aufgrund der medialen Überwachung des Stadtteils nicht länger möglich, auf natürliche Art und Weise in Kontakt mit der Zivilbevölkerung zu kommen.

Die Sprecherin bedauerte weiter, dass den Soldaten nun ein wichtiges Moment bei ihren Vorbereitungen auf ihren Afghanistan-Einsatz im nördlichen Mazar-i-Sharif fehlen würde. Nach der Bekanntgabe der Manöverübung hatten mehrere Reichstagsabgeordnete sowie Stockholmer Lokalpolitiker protestiert.

Unter anderem hoben die Kritiker hervor, dass sich ein Manöver mit bewaffneten Soldaten in Kampfanzügen in dem einwanderungsstarken Stadtteil negativ auf Kriegstraumata der Bewohner auswirken könnte. Trotz des eingestellten Manövers trafen Vertreter des Militärs am Freitag mit der muslimischen Vereinigung des Stadtteils zu Gesprächen zusammen.

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