Schwedische Nationalbibliothek im Zentrum von Stockholm
Pornografie

Nationalbibliothek leiht Kinderpornos aus

Der Verein „Angehörige sexuell ausgebeuteter Kinder“ hat die Königliche Bibliothek in Stockholm wegen Verbreitung von Kinderpornografie angezeigt. Im November 2008 hatte die Bibliothek eine Privatperson kinderpornographische Zeitschriften im Lesesaal einsehen lassen.

Jedes Mal, wenn Kinderpornographie angeschaut werde, sei dies ein erneuter sexueller Übergriff auf die abgebildeten Kinder, begründet die Vorsitzende des Vereins, Birgitta Holmberg, die Anzeige. Ziel sei ein generelles Verbot.

Aufgabe der Königlichen Bibliothek ist, alle Druckschriften, die in Schweden herausgegeben werden, zu archivieren und Wissenschaftlern zur Verfügung zu stellen. Sämtliche in Schweden erschienene Literatur seit 1661 ist als Präsenzbestand vorhanden. In den Siebzigerjahren war die Produktion von Kinderpornografie in Schweden legal, und die Bibliothek verfügt über eine Reihe von Zeitschriften aus dieser Zeit.

Der Chef der Königlichen Bibliothek, Gunnar Sahlin, weist darauf hin, dass die Bücherei immer zwischen ihrer Pflicht zur Ausleihe an Wissenschaftler und dem Verbot der Verbreitung von Kinderpornographie abwägen müsse. Einsicht in diese Zeitschriften sei zu Forschungszwecken wichtig.

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