Auch an Schwedens Schulen verbreitet: Mobbing (Archivfoto: Erik G Svensson/Scanpix)
MOBBING

Rekord-Schadenersatz wegen Mobbing?

Ein zwölfjähriger Junge aus Malmö hat die Kommune Malmö wegen Nichteingreifens gegen Mobbing auf eine rekordhohe Schadenersatzsumme verklagt. Insgesamt fordert der Junge umgerechnet 27.000 Euro.

Aufmerksamkeit hat der Fall auch deshalb erlangt, weil sich die Familie des Jungen vor Gericht von einem privaten Anwalt und nicht von der 2006 eingerichteten Institution des Kinder- und Schülervertreters, BEO, vertreten lässt. Der Kinder- und Schülervertreter Lars Arrhenius sagte der Nachrichtenagentur TT, ihm sei bislang kein vergleichbarer Fall bekannt.

Laut Anklage war der Zwölfjährige von einem Klassenkameraden intensiv psychisch und physisch gequält worden. So wurde er mehrfach geschlagen und getreten. Die Schule habe nicht hinreichend dagegen eingegriffen.

In jüngster Zeit waren Mobber mehrfach vor Gericht gebracht und verurteilt worden. Der höchste vom Kinder- und Schülervertreter bisher geforderte Schadenersatz lag bei umgerechnet 25.000 Euro.

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