Medizin

Mehr Fälle von Hirnhautentzündung durch Zecken

Immer mehr Schweden erkranken durch Zecken an Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME). Seit den 1989 hat sich die Zahl dieser Hirnhautentzündungen verzehnfacht. Besonders im Bereich Stockholm häufen sich die Fälle.

Marika Hjertqvist vom Seuchenschutzinstitut ist Epidemiologin. Sie nennt mehrere Faktoren für das Ansteigen der gemeldeten Erkrankungen: „Sowohl Ärzte als auch Laien und Medien sind sich der Zeckengefahr viel bewusster geworden. Abgesehen davon gibt es auch mehr Wirte – also zum Beispiel Rehe - und mehr Zecken als vor einigen Jahren. Wir können auch nicht ausschließen, dass Klimaveränderungen eine Rolle spielen.“

Fast 70 Prozent aller Ansteckungen in Schweden geschehen in der Region Stockholm. Dort sind infizierte Zecken seit langem ein Problem. Allein im vergangenen Jahr wurden im Großraum Stockholm-Uppsala 150 Fälle von Hirnhautentzündung durch Zecken bekannt.

Sommerwärme allein sei nicht ausschlaggebend, betont Hjertqvist. Dann würden Zecken ja in Südschweden besser gedeihen als in der Region Stockholm. „Die Temperaturen müssen langsam ansteigen, zum richtigen Zeitpunkt der Entwicklung einer Zecke. Möglicherweise nimmt die Wärme im Süden zu schnell zu. Außerdem brauchen Zecken viel Feuchtigkeit zum Überleben.“ Und die haben sie in den Schären und im Mälarsee.

Vorbeugungsmassnahmen
Vorbeugen und Zeckenbisse von vornherein zu verhindern ist wichtig. Neben geeigneter Bekleidung, langen Hosen und langärmeligen Hemden ist die genaue Inspektion des Körpers nach einem Spaziergang ein gutes Mittel. Eine Zecke sollte schnell und vorsichtig entfernt werden. Menschen, die in Gegenden mit hohem Zeckenvorkommen leben, empfehlen die Experten sich impfen zu lassen.

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