Mutmaßlicher Gefangenentransport hebt von spanischem Flugplatz ab
Terrorismusbekämpfung

Weitere CIA-Gefangenentransporte über Schweden?

Schweden ist möglicherweise häufiger von der CIA als Zwischenstopp bei Transporten mutmaßlicher Terroristen genutzt worden als bisher angenommen. Das berichtet die Tageszeitung „Expressen“ unter Berufung auf anonyme Quellen.

Demzufolge soll das Verteidigungsministerium von einem Gefangenentransport mit Zwischenlandung in Stockholm-Arlanda 2005 gewusst haben. Die Streitkräfte hätten die CIA-Maschine beobachten sollen. Ein Sprecher der Streitkräfte bestätigte gegenüber dem Blatt, dass eine Untersuchung des Flugzeugs durchgeführt worden sei. Über mögliche Gefangene an Bord wollte der Sprecher jedoch entgegen einem Informanten der Zeitung nichts sagen.

Bislang ist nur ein einziger CIA-Gefangenentransport auf schwedischem Gebiet offiziell bestätigt worden. Dabei handelt es sich um zwei mutmaßliche ägyptische Terroristen, die kurz nach den Anschlägen vom 11. September 2001 mit einer CIA-Maschine vom Stockholmer Flughafen Bromma nach Ägypten geflogen wurden. Verantwortlich für diesen Transport zeichneten die Geheimpolizei Säpo und die damalige sozialdemokratische Regierung.

Über seinen Sprecher ließ der ehemalige Ministerpräsident Göran Persson mitteilen, es gäbe keinen Kommentar zu den neuesten Angaben, seine Regierung habe etwas von Gefangenentransporten der USA via Schweden gewusst.

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