Es brennt mal wieder: Gewohntes Bild in Rosengård

Sondereinsatz in Rosengård

Nach anhaltenden, teils schweren Unruhen im Malmöer Einwanderervorort Rosengård bildet die Kommune Malmö nun eine Sondergruppe mit dem Ziel, die Unruhen zu stoppen. ”Vorrang hat nun, weitere Alternativen für eine Beschäftigung der Jugendlichen zu finden”, sagte Rolf Jonsson, Direktor beim Straβenbauamt und Leiter der Sondergruppe, im Schwedischen Rundfunk.

Die Beschäftigung könne in unterschiedlichen Vereinen, im Rahmen von Berufspraktika oder anderem organisiert werden. Die Hauptsache sei, dass die Jugendlichen ”etwas anderes zu tun bekommen, als nur auf der Straβe herumzuhängen”.

Engere Kontakte will man auch zu den Schulen in dem Gebiet pflegen. Um dem Problem mit regelmäβig infolge von Brandstiftung brennenden Mülltonnen beizukommen, soll unter anderem eine Leerung in rascherem Takt erfolgen. 

In den vergangenen Wochen und Monaten war Rosengård wiederholt wegen Auseinandersetzungen zwischen Jugendlichen und der Polizei in die Schlagzeilen geraten. So hatte es im Dezember 2008 schwere Ausschreitungen nach der Räumung einer Kellermoschee gegeben.

Mehr als 80 Prozent der Einwohner Rosengårds haben einen Migrationshintergrund. Hohe Arbeitslosigkeit und soziale Perspektivlosigkeit kennzeichnen die Situation des Stadteils, in dem in jüngster Zeit immer stärkere Tendenzen islamistischer Radikalisierung zu verzeichnen sind.

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