Will strengere Strafen: Thomas Bodström
JUSTIZ

Sexkauf-Gesetz verschärfen?

Das vor zehn Jahren in Schweden eingeführte Gesetz zum Sexkauf-Verbot ist zahnlos und muss verschärft werden. Dieser Auffassung sind laut Berichten des Schwedischen Rundfunks mehrere Mitglieder des parlamentarischen Justizausschusses. Eine am Montag veröffentlichte Untersuchung des Rundfunks hatte gezeigt, dass das Interesse am Kauf sexueller Dienste trotz des Verbots und der zu erwartender Strafen weiterhin stark verbreitet ist.

Seit 1999 ist der Kauf sexueller Dienste in Schweden verboten, während der Verkauf nicht unter Strafe steht. Sex-Käufer müssen mit Geldstrafen oder mit Gefängnis bis zu sechs Monaten rechnen.

”Ich meine, das Gesetz sollte verschärft werden. Dies ist das gleiche Strafmaβ wie für Diebstahl, aber es handelt sich hier um ein viel ernsteres Verbrechen. Die Strafe sollte auf ein angemessenes Niveau erhöht werden”, sagte der sozialdemokratische Vorsitzende des Justizausschusses, Thomas Bodström. Vertreter bürgerlicher Parteien plädierten ebenfalls für eine Verschärfung.

Das Verbotsgesetz war mit dem Ziel eingeführt worden, Prostitution entgegenzuwirken. Gegenwärtig wird eine Untersuchung zur praktischen Wirkung des Gesetzes durchgeführt. Die Ergebnisse der Untersuchung sollen im kommenden Frühjahr vorliegen. Der Rat zur Kriminalitätsverhütung hat mehrfach auf Schwierigkeiten bei Anwendung des Gesetzes verwiesen, vor allem im Hinblick auf Prostitution über das Internet.

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