Umschwenken nach Kritik: Einwanderungsamt (Foto: Bertil Ericson/Scanpix)
ASYLPOLITIK

Neue Asylpolitik gegenüber Eritrea

Das Einwanderungsamt wird an die 300 Fälle geplanter oder durchgeführter Abschiebungen nach Eritrea prüfen. Das berichtet der Schwedische Rundfunk. 

Geprüft werden soll, ob die Eritreaner stattdessen in Schweden Asyl erhalten können. Schweden hatte zuvor wegen der Zwangsabschiebung von Eritreanern harte Krititk erhalten, unter anderem vom Flüchtlingsorgan der Vereinten Nationen, UNHCR. 
Wie Mikael Ribbenvik, Leiter der Rechts-Abteilung des Einwanderungsamtes, erklärte, werde nun niemand mehr ohne eine vorherige Prüfung des Falles nach Eritrea abgewiesen.

Seit Januar 2008 hat das Einwanderungsamt 200 Fälle, bei denen Eritreanern Asyl verweigert worden war, an die Polizei zur Zwangsabschiebung übergeben. In vier Fällen sind Zwangsabschiebungen nach Eritrea erfolgt. Den Abgeschobenen drohen im Heimatland Gefängnis und Folter.

Infolge der aktuellen Entwicklung in Eritrea wird Eritreanern inzwischen in neun von zehn Fällen Asyl gewährt.

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