Im Gegenwind: Zentrums-Vorsitzende Maud Olofsson

Zentrum: Euro nicht aktuell

Die Parteiführung der Zentrumspartei hat auf ihrem Parteitag in Örebro am Freitag eine Niederlage in ihrer EU-Politik hinnehmen müssen. Sie hatte vorgeschlagen, rasch Vor- und Nachteile einer möglichen Einführung des Euro in Schweden zu untersuchen. Der Kongress entschied jedoch, eine solche Untersuchung erst in der kommenden Legislaturperiode in Auftrag zu geben.

In einem Referendum im Jahr 2003 hatte Schweden, das seit 1995 EU-Mitglied ist, die Einführung des Euro abgelehnt. Unter dem Eindruck der Wirtschaftskrise und dem markanten Fall des Kurses der schwedischen Krone sind die Euro-Sympathien in jüngster Zeit aber gestiegen. 

Die Zentrumspartei hatte sich bereits in den vergangenen Jahren von einer EU-skeptischen Mittenpartei zu einer stärker bürgerlich geprägten, der EU-Zusammenarbeit gegenüber aufgeschlossenen Partei entwickelt. Ebenso wie bei den oppositionellen Sozialdemokraten besteht bei einem Groβteil der Mitglieder jedoch die Skepsis gegenüber Brüssel fort. Die Ablehnung der Untersuchung zum Euro wird vor allem als Rückschlag für die Parteivorsitzende Maud Olofsson gewertet, die in der bürgerlichen Koalition das Amt der Wirtschaftsministerin bekleidet.


 

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