FINANZKRISE

Ermittlungen gegen schwedische Banken

Die aggressive Krediteintreibung durch schwedische Banken in Lettland ist jetzt Gegenstand polizeilicher Ermittlungen. Das hat Lettlands Ministerpräsident Valdis Dombrovskis gegenüber der schwedischen Nachrichtenagentur TT bestätigt.

Laut Dombrovskis untersuchen die lettischen Behörden einige ”recht gewaltsame” Methoden zum Beispiel beim Einfrieren von Konten oder der Übernahme von Pfandanleihen. Das aggressive Vorgehen der Schweden gegenüber Unternehmen habe offenbar mehrfach dazu geführt, dass andere Gläubiger, darunter der lettische Staat, hätten zurückstehen müssen.

Schwedens Banken hatten in den vergangenen Jahren stark auf das mittlerweile von der Krise hart betroffene Lettland gesetzt. An der Spitze steht die Swedbank, die insgesamt umgerechnet knapp 20 Milliarden Euro verliehen hatte. Vor Beginn der Finanzkrise hatten die baltischen Länder für ein Drittel des Gewinns von Swedbank gestanden.