Schadenersatz für Verstümmelung

Wegen erlittener Geschlechtsverstümmelung hat die Agentur für die Entschädigung und Unterstützung von Verbrechensopfern (Brottsoffermyndigheten) einer 19-Jährigen Schadenersatz in Höhe von umgerechnet knapp 40.000 Euro bewilligt. 

Die Mutter der jungen Frau hatte die damals Elfjährige 2001 mit in ihr Geburtsland Somalia genommen und den Eingriff dort ohne Betäubung durchführen lassen. In den darauf folgenden Jahren soll die Mutter die Tochter zudem regelmäig misshandelt haben.

Die Mutter ist bereits zu einer Gefängnisstrafe verurteilt worden. Sie war darüber hinaus dazu verurteilt worden, der Geschädigten knapp 43.000 Euro Schadenersatz zu zahlen, hatte dies jedoch abgelehnt.

Der jetzt von Brottsoffermyndigheten bewilligte Schadenersatz bezieht sich nach Mitteilung der Agentur auf die grobe Integritätsverletzung. Über Schadenersatz für erlittene Schmerzen werde darüber hinaus separat verhandelt.

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