Kein Prozess für Dawit Isaak

Der schwedisch-eritreanische Journalist Dawit Isaak, der seit mehr als sieben Jahren in Eritrea im Gefängnis sitzt, kommt nicht frei und wird auch nicht vor Gericht gestellt. Das hat Eritreas Präsident Isaias Afweki im schwedischen Fernsehsender TV4 erklärt.

Die Bemühungen um eine Freilassung des Journalisten bezeichnete Afweki als Teil einer gegen Eritrea gerichteten Konspiration. Die entsprechenden schwedischen Versuche seien „irrelevant".

Grund der Inhaftierung Dawit Isaaks sind regimekritische Artikel in der ersten unabhängigen Zeitung des nordostafrikanischen Landes. Eine Anklageschrift ist Isaak allerdings zu keinem Zeitpunkt vorgelegt worden.

Die Chefredakteure der vier führenden schwedischen Tageszeitungen Dagens Nyheter, Svenska Dagbladet, Aftonbladet und Expressen hatten Anfang Mai der eritreanischen Botschaft Listen mit 200.000 Unterschriften übergeben, die die Freilassung Dawit Isaaks fordern. Außenminister Carl Bildt hatte in einem Gespräch mit den Chefredakteuren Kritik zurückgewiesen, wonach die schwedische „stille Diplomatie” wirkungslos sei. Nach Bildts Beteuerung setzt sich Schweden massiv für die Freilassung Isaaks ein. Erschwerend sei allerdings, dass dieser nach wie vor auch die eritreanische Staatsbürgerschaft besitze.

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