Groβer Bedarf an Hilfe für Folteropfer

In Schweden besteht ein enormer Bedarf an Behandlungen für Folteropfer. Das hat die Leiterin der Schmerzklinik im Stockholmer Capio Sankt Görans Krankenhaus, Gunilla Brodda Jansen, betont. Die Schmerzklinik bietet in Zusammenarbeit mit dem Roten Kreuz und dem so genannten Krisen- und Trauma-Zentrum die einzige ganzheitliche Behandlung für Folteropfer in Schweden an.

Bisher haben 28 Männer an der Behandlung teilgenommen. Mit den gegenwärtigen Ressourcen könne nur ein Bruchteil der Bedürftigen versorgt werden, sagte Gunilla Brodda Jansen. Vor allem gehe es dabei um Asylbewerber aus dem Irak.

Seit 2006 haben an die 18.000 Iraker Asyl in Schweden erhalten. Etwa die Hälfte von ihnen lebt in Stockholm. Nach Schätzungen des Roten Kreuzes sind rund 6000 dieser Flüchtlinge Folteropfer.

Vor einigen Tagen wurden der Folteropfer-Behandlung in Stockholm umgerechnet knapp 60.000 Euro aus dem Flüchtlingsfonds der EU bewilligt. Gunilla Brodda Jansen sagte, für die Zukunft hoffe sie auf erweiterte Unterstützung vom Provinziallandtag Stockholm.

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