Finanzkrise

Lettische Krise färbt auf Schweden ab

Die kritische Finanzlage in Lettland und Gerüchte über eine möglicherweise bevorstehende Abwertung der lettischen Währung LAT setzen die schwedischen Finanzmärkte unter Druck. Die Aktienkurse der schwedischen Banken, die durch unvorsichtige Kreditvergabe im Baltikum schwere Verluste erlitten haben, gaben nach. Eine Abwertung des LAT würde die Kreditverluste der schwedischen Banken weiter ansteigen lassen.

Finanzminister Anders Borg begrüßte die Ambition der lettischen Regierung, am festen Wechselkurs festzuhalten und die Bemühungen um eine weitere Konsolidierung des Haushaltes. Borg betonte, die Auswirkungen einer eventuellen Abwertung in Lettland seien ernst und die Regierung halte sich bereit, falls notwendig schwedische Banken in staatliche Regie zu übernehmen. „Sollte das Kapital unter eine bestimmte Grenze fallen haben wir die Möglichkeit  der Übernahme. Wir garantieren die Stabilität des schwedischen Bankensystems, das sagen wir sehr deutlich. Das Geld der Menschen ist geschützt. Aber wir schützen es in einer solchen Weise, die auch bedeutet, dass die Aktionäre der Banken die Konsequenzen ihres Handelns zu spüren bekommen.“

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