Billig-Zahnbehandlung mangelhaft

Zahnbehandlungen zum Niedrigpreis sind in Schweden häufig mangelhaft. Wie die Tageszeitung Dagens Nyheter schreibt, hat die Niedrigpreis-Zahnklinik City Dental in Stockholm mehr Beschwerden unzufriedener Patienten auf sich gezogen als irgendeine andere Zahnklinik. Seit 2006 gingen demnach 18 Beschwerden beim Zentralamt für Gesundheits- und Sozialwesen ein. Der Ethikausschuss des Gesundheitswesens registrierte weitere 47 Beschwerden.

Die Niedrigpreisklinik, die sich demnächst auch in Göteborg und Malmö etablieren will, ist für viele Schweden die einzige Alternative zum völligen Verzicht auf den Zahnarztbesuch. Wie eine Studie des Instituts für Volksgesundheit vom Mai belegt, kann sich knapp eine Million Schweden, etwa ein Zehntel der Bevölkerung, einen Zahnarztbesuch nicht leisten.

Vor allem junge Erwachsene, Rentner, Arbeitslose und Krankgeschriebene haben nicht genug Geld, um ihr Zähne behandeln zu lassen. Die zahnmedizinische Versorgung ist für Kinder und Jugendliche bis 18 Jahren gratis, Erwachsene müssen hingegen erhebliche Eigenanteile zahlen. Seit der Zahnpflegereform muss der Patient die Behandlungskosten bis zu 300 Euro selbst tragen. Bei Kosten bis zu 1.500 Euro kommt der Patient noch immer für die Hälfte auf.

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