Umweltschutz

Stockholm plant strengere Richtlinien für Vattenfall

Die Regierung in Stockholm will strengere Umweltschutz-Richtlinien für das staatliche Energieversorgungs-Unternehmen Vattenfall erlassen. Wirtschaftsministerin Maud Olofsson sagte, die neuen Bestimmungen sollten die notwendige Umstellung auf umweltfreundliche Technologie gewährleisten. Bereits zu Beginn dieser Woche hatte Umweltminister Andreas Carlgren dem Unternehmen vorgeworfen, mit seinen Praktiken gegen die Umwelt- und Klimapolitik der Regierung zu verstoßen.

Kritiker von Vattenfall bemängeln seit langem, dass das staatliche Unternehmen vor allem mit seinen Braunkohle-Kraftwerken in Deutschland riesige Mengen an Schadstoffen freisetzt. Statistiken belegen, dass der Ausstoß von Kohlendioxid aus den fünf deutschen Kohlekraftwerken weit höher ist als die Emission von ganz Schweden. Der jährliche Gesamtausstoß an Kohlendioxid in Schweden liegt nach Angaben der zuständigen Behörden bei 65 Millionen Tonnen.

Sprecher von Vattenfall erklärten, man begrüße die Pläne der Regierung für neue Richtlinien. Allerdings sei die Klimagefährdung durch Umstellung auf erneuerbare Energien allein nicht zu beseitigen. Kraftwerke mit fossilen Brennstoffen würden auch weiterhin benötigt, hieß es. Deshalb würden neue Methoden zur Schadstoffbegrenzung erprobt, sagte ein Vattenfall-Sprecher. Er verwies auf das Kraftwerk Schwarze Pumpe in Spremberg. Dort läuft ein Pilotprojekt, in dem die Abscheidung des bei der Kohleverbrennung entstehenden Kohlendioxids und die anschließende unterirdische Lagerung erprobt werden.  

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